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Amalgamentfernung

Die Amalgamentfernung

Eine Amalgamfüllung ist eine Art von zahnärztlicher Füllung, die traditionell für die Behandlung von Karies verwendet wird. Sie besteht aus einer Mischung von Metallen, darunter Quecksilber, Silber, Zinn, Kupfer und manchmal auch Zink. Das resultierende Material ist eine haltbare, gut formbare und relativ preisgünstige Substanz, die zur Wiederherstellung der Zähne und ihrer Form verwendet wird.

Amalgamfüllungen haben aufgrund ihrer Haltbarkeit, Beständigkeit gegen Kauen und ihrer Herstellung lange Zeit als Option in der Zahnmedizin gedient. Allerdings haben sich in den letzten Jahren Bedenken hinsichtlich der Zersetzung des Quecksilbergehalts in Amalgamfüllungen ergeben. Obwohl der Quecksilberanteil in einer Amalgamfüllung als stabil gilt, gibt es Menschen, die Bedenken hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Gesundheit haben und sich deshalb für alternative Füllungsmaterialien entscheiden.

Es ist wichtig anzumerken, dass Amalgamfüllungen in einigen Ländern nach wie vor von Zahnärzten verwendet werden. Die Amalgamentfernung ist jedoch zunehmend ein wichtiges Thema in der Zahnmedizin geworden und gewinnt immer mehr an Bedeutung. In unserer Praxis Belle Dent in Zürich Wiedikon verwenden wir kein Amalagam mehr.

In diesem Blogbeitrag werfen wir einen genauen Blick auf den Ablauf der Amalgamentfernung, die Behandlung selbst, die Gründe für die Durchführung sowie die Vor- und Nachteile dieses Verfahrens.

Ablauf der Amalgamentfernung

Die Amalgamentfernung erfordert in der Regel einen sorgfältigen und gut geplanten Ablauf. In unserer Praxis in Zürich-Wiedikon sehen die Schritte folgendermassen aus, die normalerweise bei einer Amalgamentfernung durchgeführt werden:

1. Konsultation: Zunächst einmal erfolgt eine ausführliche Beratung mit einem von unseren Zahnärzten. Wir werden auf Ihre individuellen Bedenken und Wünsche aufmerksam eingehen. Unsere Zahnärzte werden Ihren allgemeinen Gesundheitszustand bewerten und möglicherweise zusätzliche Untersuchungen anordnen, um sicherzustellen, dass die Amalgamentfernung sicher durchgeführt werden kann.

2. Vorbereitung: Vor der eigentlichen Behandlung wird alles genau und sorgfältig vorbereitet. Dass wir Ihnen den notwendigen Schutz gewährleisten können, bei der Entfernung Ihrer Amalgamfüllung, sind diverse Vorrichtungen nötig. Dies beinhaltet oft das Abdecken von Lippen und Zahnfleisch, um Sie vor dem Quecksilber zu schützen. Dazu verwenden wir Spezialsauger, wobei Ihre Amalgamfüllung direkt in ein Amalgamabscheider wandert. Dieser Amalgamabscheider wird danach von einer speziell dafür autorisierten Firma abgeholt und fachgemäss entsorgt.

3. Isolierung: Ausserdem wird immer wenn möglich ein sogenannter Kofferdam angebracht; Der Kofferdam ist ein dünnes, flexibles Gummituch, das während zahnärztlichen Behandlungen verwendet wird, um den zu behandelnden Zahn oder die Zähne vom Rest der Mundhöhle abzutrennen. Er wird häufig bei der Amalgamentfernung, Wurzelkanalbehandlungen, der Anbringung von Füllungen oder Veneers sowie bei bestimmten chirurgischen Eingriffen eingesetzt.

Der Kofferdam wird vor der Behandlung über den Zahn oder die Zähne gespannt und mit Klammern oder Klammerzangen an den benachbarten Zähnen befestigt. Dadurch entsteht eine Art „Gummischutz“, der den isolierten Bereich trocken und frei von Speichel, Blut oder anderen Kontaminationen hält. In der Fachsprache ist die Rede auch von einer absoluten Trockenlegung. Der Kofferdam bildet eine physische Barriere, die es unseren Zahnärzten ermöglicht, präzise und effizient zu arbeiten, ohne dass Fremdstoffe in den Behandlungsbereich gelangen. Dabei kann sichergestellt werden, dass vor allem keine Amalgamreste verschluckt werden.

Amalgamentfernung

Die Behandlung

1 Lokal Anästhesie: Je nachdem wo sich Ihre Amalgamfüllung befindet und wie gross diese ist, kann auf eigenen Wunsch eine örtliche Betäuben gemacht werden. Dadurch können Sie sich während der gesamten Behandlung entspannen und spüren nichts.

2. Entfernung des Amalgams: Das Amalgam wird vorsichtig aus Ihrem Zahn entfernen. Dabei werden spezielle Techniken angewendet, um das Quecksilber möglichst geringfügig freizusetzen. Dies kann den Einsatz von Schutzkleidung, Spezialinstrumenten und Hochleistungssaugern beinhalten.

3. Reinigung und Sanierung: Nachdem das Amalgam entfernt wurde, wird der Zahn gründlich gereinigt. Sind alle Amalgamreste entfernt und der Zahn ist sauber und auch kariesfrei kann er wieder restauriert werden. In unserer Praxis Belle Dent verwenden wir als Ersatz eine Kompositfüllung oder es wird für Sie eine Keramikfüllung (In- oder Onlay) angefertigt. Die Relevanz hierbei ist wieder Ort, Grösse und Ihre Wünsche auf die wir eingehen.

4. Direkte Belastung: Nach der durchgeführten Behandlung sind Ihre Zähne direkt wieder funktionsfähig, sprich Sie können direkt wieder essen und trinken.

Wieso ist es also wichtig die Amalgamfüllungen zu entfernen?

Hierfür gehen wir von zwei Ausgangspunkten aus:

– Ästhetische Gründe: Viele Menschen entscheiden sich für die Amalgamentfernung, um ihre Zähne zu verschönern. Amalgamfüllungen sind silberfarben und können bei bestimmten Personen zu Selbstbewusstseinsproblemen führen.

Amalgamtätowierung auch als Amalgamverfärbung oder Amalgamtattoo bekannt, ist eine Verfärbung des Zahnfleisches, die durch das Eindringen von Amalgampartikeln in das umliegende Gewebe entsteht.

Eine Amalgamtätowierung tritt normalerweise auf, wenn Amalgamfüllungen im Mund vorhanden sind und sich in kleine Partikel davon im Zahnfleischgewebe ablagern. Dies kann durch verschiedene Faktoren wie Zahnfleischentzündungen, parodontale Erkrankungen oder Traumata im Mundbereich begünstigt werden.

Die Verfärbung manifestiert sich als dunkelgraue oder bläulich-schwarze Flecken oder Linien auf dem Zahnfleisch, oft in der Nähe von Zähnen mit Amalgamfüllungen. In einigen Fällen kann die Verfärbung auch durch den Kontakt mit anderen Metallen wie Silber- oder Goldlegierungen verursacht werden.

Obwohl eine Amalgamtätowierung in der Regel keine Schmerzen oder Symptome verursacht, kann sie aus ästhetischer Sicht störend sein. In den meisten Fällen ist eine Amalgamtätowierung harmlos und erfordert keine spezifische Behandlung. Bei Bedarf kann jedoch eine kosmetische Korrektur in Erwägung gezogen werden, um die Verfärbung zu reduzieren oder zu entfernen.

Es ist wichtig anzumerken, dass Amalgamtätowierungen von anderen Erkrankungen oder Verfärbungen des Zahnfleisches unterschieden werden sollten. Bei jeglichen Veränderungen oder Unregelmässigkeiten im Mundbereich ist es ratsam, uns zu kontaktieren, für eine genaue Diagnose.

– Gesundheitsbedenken: Einige Menschen machen sich Sorgen über das Vorhandensein von Quecksilber in ihrem Mund und die möglichen Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Die Entfernung von Amalgamentfernung kann dazu beitragen, diese Bedenken zu vermindern.

Vor- und Nachteile der Amalgamentfernung

Wie bei jedem medizinischen Verfahren gibt es auch bei der Amalgamentfernung Vor- und Nachteile zu berücksichtigen:
Vorteile:

  • Ästhetische Verbesserung
  • Reduzierung der Exposition gegenüber Quecksilber
  • Linderung von möglichen gesundheitlichen Bedenken

Nachteile:

  • Die Amalgamentfernung kann eine aufwändige Behandlung sein
  • Eine möglicherweise intakte Füllung wird ausgetauscht

Fazit

Die Amalgamentfernung ist ein Verfahren, das sowohl ästhetische als auch gesundheitliche Vorteile bieten kann. Es ist jedoch wichtig, dass Sie von unseren qualifizierten Zahnärzten durchgeführt wird, die die erforderlichen Vorkehrungen treffen, um die Quecksilberexposition zu minimieren. Vor Ihrer Entscheidung zur Amalgamentfernung sollten die individuellen Bedenken und Risiken mit unserem Team ausführlich besprochen werden.

Haben Sie auch noch Amalgamfüllungen? Dann zögern Sie nicht und vereinbaren Sie jetzt noch einen Termin zur Beratung oder rufen Sie uns an. Wir freuen uns auf Sie!

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Zahnseide

Wir alle kennen sie, die Zahnseide und wissen, dass wir sie benutzen sollen. Doch wieso ist es so wichtig, die Zahnseide zu brauchen? In diesem Beitrag klären wir folgende Fragen: Wie sie richtig genützt wird, was damit erzielt werden kann und welche Ergebnisse möglich sind.

Essentieller Gebrauch der Zahnseide

Die regelmässige Verwendung von Zahnseide ist ein wichtiger Bestandteil der täglichen Zahnpflege. Es gibt mehrere Gründe, warum es wichtig ist, Zahnseide in Ihre tägliche Mundhygiene-Routine aufzunehmen:

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  • Entfernung von Plaque und Speiseresten: Zahnseide ist in der Lage, Plaque und Speisereste von den Zahnzwischenräumen zu entfernen, wo die Zahnbürste nicht hingelangt. Wenn Plaque und Speisereste nicht entfernt werden, können sie zu Karies und Zahnfleischerkrankungen führen.
  • Vorbeugung von Zahnfleischentzündungen: Zahnfleischentzündungen wie Gingivitis können durch die Ansammlung von Plaque und Bakterien im Zahnfleisch verursacht werden. Durch die Verwendung von Zahnseide können Sie Plaque und Bakterien entfernen und so das Risiko von Zahnfleischentzündungen reduzieren.
  • Verbesserung der Atemfrische: Zahnseide kann helfen, schlechten Atem zu reduzieren, indem sie Bakterien entfernt, die schlechten Geruch verursachen können.
  • Erhaltung der Zahngesundheit: Die Verwendung von Zahnseide kann dazu beitragen, die Zahngesundheit zu erhalten und das Risiko von Karies, Zahnfleischerkrankungen und Zahnausfall zu reduzieren.
belle dent Dentalhygiene

Es ist wichtig zu beachten, dass die Verwendung von Zahnseide kein Ersatz für das Zähneputzen ist, sondern eine Ergänzung dazu. Eine regelmässige und gründliche Mundhygiene, einschliesslich der Verwendung von Zahnseide, kann dazu beitragen, die Mundgesundheit zu verbessern und langfristig gesunde Zähne und Zahnfleisch zu erhalten. Aus diesem Grund empfiehlt es sich mindestens einmal am Tag die Zahnseide zu verwenden, am besten vor dem Schlafengehen.

Die richtige Anwendung

Zum einen wissen wir jetzt, wieso es wichtig ist, die Zahnseide zu brauchen, doch zum anderen ist es von grosser Bedeutung, diese auch richtig anzuwenden. Hier sind die Schritte, die Sie befolgen sollten, um die Zahnseide richtig zu verwenden:

  1. Schneiden Sie ein Stück Floss ab, das ungefähr 45-50 cm lang ist.
  2. Wickeln Sie die Enden des Floss um die Mittelfinger beider Hände und halten Sie es zwischen den Daumen und Zeigefingern gespannt.
  3. Gleiten Sie vorsichtig hin und her zwischen den Zähnen, ohne zu fest zu drücken oder zu forcieren, um Verletzungen am Zahnfleisch zu vermeiden.
  4. Formen Sie das Floss um jeden Zahn herum zu einer C-Form und bewegen Sie es entlang der gesamten Länge des Zahns, um alle Speisereste und Plaque zu entfernen.
  5. Wiederholen Sie den Vorgang für alle Zähne im Mund, einschließlich der hinteren Zähne.
  6. Entsorgen Sie das gebrauchte Floss ordnungsgemäß.

Was passiert, wenn ich keine Zahnseide benutze?

Es ist wichtig, dass man bei der Verwendung von Zahnseide sanft vorgeht, um das Zahnfleisch nicht zu verletzen. Wenn man Schwierigkeiten hat, die Zahnseide zwischen die Zähne zu bekommen, kann man auch Zahnseide-Halter oder Interdentalbürsten verwenden. Es ist jedoch wichtig, dass man regelmässig Zahnseide verwendet, um eine gute Mundhygiene aufrechtzuerhalten.

Wenn man keine Zahnseide benutzt, können Speisereste und Plaque zwischen den Zähnen und entlang des Zahnfleischrands verbleiben. Diese Ansammlungen können Bakterien beherbergen, die Karies und Zahnfleischerkrankungen verursachen können.

Eine unzureichende Reinigung zwischen den Zähnen kann dazu führen, dass sich Plaque ansammelt, was wiederum zu Zahnsteinbildung führen kann. Zahnstein ist hart und kann nur von einem Zahnarzt oder einer Dentalhygienikerin entfernt werden. Wenn man es nicht entfernt, kann es sich weiter ansammeln und das Zahnfleisch reizen, was zu einer Entzündung führen kann.

Auf lange Sicht kann eine unzureichende Reinigung zwischen den Zähnen zu einer Zahnfleischentzündung, bekannt als Gingivitis, führen. Wenn Gingivitis unbehandelt bleibt, kann sie sich zu Parodontitis entwickeln, die die Zähne und das umgebende Gewebe schädigen kann und möglicherweise zu Zahnverlust führen kann.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die regelmässige Verwendung von Zahnseide ein wichtiger Bestandteil einer guten Mundhygiene ist und dabei hilft, Karies und Zahnfleischerkrankungen zu verhindern.

Zahnfleisch bluten, was kann helfen?

Sie bemerken, dass Ihr Zahnfleischblutet und dies reagiert empfindlich auf das Zähneputzen und noch mehr auf die Zahnseide. Zunächst empfinden Sie das Gefühl, dass die extra Bemühungen alles verschlechtern. Doch dem ist nicht so. Obwohl es kontraintuitiv erscheinen mag, kann das Zahnfleischbluten ein Zeichen dafür sein, dass man seine Zähne und sein Zahnfleisch nicht ausreichend pflegt. Durch die Anwendung der Zahnseide können Speisereste und Plaque entfernt werden, die das Zahnfleisch reizen und zu Entzündungen führen können. Deshalb ist es umso wichtiger, bei Zahnfleischbluten diesen extra Aufwand zu betreiben und kontinuierlich eine gute Mundhygiene zu führen, damit die Entzündung schwindet. Eine regelmässige Zahnseidenanwendung kann dazu beitragen, dass das Zahnfleisch sich allmählich festigt und weniger anfällig für Blutungen wird. Die Antwort lautet also ja, die Zahnseide kann helfen, wenn das Zahnfleisch blutet.

Wenn das Zahnfleisch jedoch weiterhin blutet, sollten Sie uns aufsuchen, da dies ein Anzeichen für eine fortgeschrittene Zahnfleischerkrankung sein kann. Der Zahnarzt oder die Dentalhygienikerin kann eine professionelle Zahnreinigung durchführen und weitere Massnahmen empfehlen, um die Gesundheit des Zahnfleisches wiederherzustellen.

Gibt es noch andere Hilfsmittel als die Zahnseide?

Ja, es gibt andere Hilfsmittel, die Ihnen helfen können, Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch gesund zu halten. Hier sind einige Beispiele:

  • Interdentalbürsten: Die Interdentalbürsten sind kleine Bürsten, die speziell dafür entwickelt wurden, Plaque und Speisereste aus den Zahnzwischenräumen zu entfernen. Sie sind in verschiedenen Grössen erhältlich und können je nach Grösse der Zahnzwischenräume ausgewählt werden.
  • Munddusche: Eine Munddusche kann dazu beitragen, Plaque und Speisereste aus den Zahnzwischenräumen zu entfernen und das Zahnfleisch zu massieren. Es gibt verschiedene Arten von Mundduschen, einschliesslich Wasserstrahl- und Luftdruck-Mundduschen.
  • Zungenschaber: Ein Zungenschaber kann dazu beitragen, Bakterien und Schmutz von der Zunge zu entfernen, die zu Mundgeruch führen können.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Hilfsmittel eine Ergänzung zur Verwendung von Zahnseide darstellen und nicht als Ersatz dafür dienen sollten. Eine regelmässige und gründliche Mundhygiene, einschliesslich der Verwendung von Zahnseide und anderen Hilfsmitteln, kann dazu beitragen, die Mundgesundheit zu verbessern und langfristig gesunde Zähne und Zahnfleisch zu erhalten.

Fazit

Abschliessend kann gesagt werden, dass die tägliche Verwendung von Zahnseide, die nicht einmal eine Minute dauert, Entzündungen, Karies, schlechter Atem etc. verhindern kann und zu einer langfristigen guten Mundgesundheit führt. Die Zahnseide ist mittlerweile schon fast überall erhältlich und kostet wenige Franken. Wenn Sie also diesen Aspekt genauer betrachten, kostet die Zahnseide und die tägliche Zeit viel weniger als eine Entzündung zu bekämpfen oder ein Loch zu reparieren beim Zahnarzt. Trotzdem ist es ratsam, jährlich eine professionelle Zahnreinigung machen zu lassen und eine Kontrolle beim Zahnarzt zu machen.

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Zahnfleischentzündung – Gingivitis

Leiden Sie an blutendem Gingivitis? Wir erklären Ihnen die Ursachen, was Sie dagegen tun können und wie solch eine Entzündung überhaupt erst entstehen kann.

Was ist Gingivitis?

Gingivitis ist eine häufige Erkrankung des Zahnfleisches, die durch eine Entzündung und Schwellung des Zahnfleisches gekennzeichnet ist. Es wird verursacht durch die Ansammlung von Plaque, einer klebrigen Substanz, die sich auf den Zähnen bildet und aus Bakterien, Speiseresten und Speichel besteht.

Die Bakterien in Plaque produzieren Toxine, die das Zahnfleisch reizen und zu einer Entzündung führen können. Wenn Gingivitis nicht behandelt wird, kann es sich zu einer schwereren Zahnfleischerkrankung namens Parodontitis entwickeln, die im schlimmsten Fall zum Zahnverlust führen kann. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Zu den Symptomen von Gingivitis gehören Zahnfleischbluten beim Zähneputzen, Zahnfleischschwellung und Rötung, schlechter Atem, empfindliche Zähne und lockere Zähne. Zahnfleischentzündung kann jedoch oft ohne Schmerzen oder sichtbare Symptome fortschreiten, was es schwierig macht, sie frühzeitig zu erkennen.

Eine gute Mundhygiene ist der Schlüssel zur Vorbeugung von Gingivitis. Dazu gehören das tägliche Zähneputzen und die Anwendung von Zahnseide, eine gesunde Ernährung und regelmässige Zahnarztbesuche für professionelle Reinigungen und Untersuchungen. Wenn Symptome von Gingivitis auftreten, sollten Sie uns aufsuchen, um eine angemessene Behandlung zu erhalten.

Gingivitis

Wie entsteht eine solche Zahnfleischentzündung?

Eine Zahnfleischentzündung  entsteht durch eine Ansammlung von Plaque, einer klebrigen Schicht, die sich auf den Zähnen bildet. Plaque besteht aus Bakterien, Speichel und Speiseresten und kann sich auf den Zähnen und entlang des Zahnfleischrandes ansammeln. Wenn Plaque nicht regelmässig entfernt wird, können die Bakterien darin Toxine produzieren, die das Zahnfleisch reizen und Entzündungen verursachen können.

Andere Faktoren, die das Risiko einer Gingivitis erhöhen können, sind:

  • Mangelnde Mundhygiene: Wenn Sie Ihre Zähne nicht regelmässig putzen oder Zahnseide verwenden, kann Plaque sich aufbauen und zu einer Gingivitis führen.
  • Rauchen: Tabakrauch kann das Zahnfleisch reizen und das Immunsystem beeinträchtigen, was das Risiko einer Gingivitis erhöhen kann.
  • Diabetes: Diabetes kann das Immunsystem schwächen und das Risiko von Zahnfleischerkrankungen erhöhen.
  • Hormonelle Veränderungen: Schwangerschaft, Pubertät oder Menopause können das Zahnfleisch empfindlicher machen und das Risiko einer Gingivitis erhöhen.
  • Medikamente: Einige Medikamente können das Risiko einer Gingivitis erhöhen, indem sie das Immunsystem beeinträchtigen oder den Speichelfluss reduzieren.
  • Genetische Faktoren: Einige Menschen haben aufgrund ihrer Genetik ein höheres Risiko für Zahnfleischerkrankungen.

Es ist wichtig, regelmässig zum Zahnarzt zu gehen, um eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen und Zahnfleischerkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Eine gute Mundhygiene, eine gesunde Ernährung und der Verzicht auf Rauchen können auch dazu beitragen, das Risiko einer Gingivitis zu reduzieren.

Wie merke ich, dass ich Gingivitis habe?

In den meisten Fällen verursacht Gingivitis keine Schmerzen oder Unannehmlichkeiten, sodass es schwierig sein kann, sie zu erkennen. Einige Anzeichen und Symptome, auf die Sie achten sollten, um eine mögliche Gingivitis frühzeitig zu erkennen, sind:

  • Rötung und Schwellung des Zahnfleisches: Eine Entzündung des Zahnfleisches kann dazu führen, dass es sich röter und geschwollener anfühlt als normal.
  • Zahnfleischbluten: Wenn Ihr Zahnfleisch beim Zähneputzen oder Zahnseide blutet, kann dies ein Anzeichen für eine Entzündung sein.
  • Empfindlichkeit des Zahnfleisches: Einige Menschen empfinden ein brennendes oder juckendes Gefühl im Zahnfleisch, wenn sie eine Gingivitis haben.
  • Mundgeruch: Gingivitis kann dazu führen, dass sich Bakterien in der Mundhöhle ansammeln und einen schlechten Atem verursachen.
  • Rückgang des Zahnfleisches: In fortgeschrittenen Fällen kann eine Gingivitis dazu führen, dass sich das Zahnfleisch zurückzieht und die Zähne empfindlicher werden.

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bemerken, ist es wichtig, uns aufzusuchen, um eine genaue Diagnose zu erhalten und die bestmögliche Behandlung zu erhalten. Eine frühzeitige Behandlung der Gingivitis kann dazu beitragen, dass sich die Symptome nicht verschlimmern und das Fortschreiten der Erkrankung verhindert.

Was kann ich selber gegen Gingivitis machen?

Es gibt verschiedene Massnahmen, die Sie ergreifen können, um eine Gingivitis zu behandeln oder zu verhindern. Hier sind einige Tipps:

  1. Konstante und gründliche Mundhygiene: Eine gute Mundhygiene ist der Schlüssel zur Vermeidung von Gingivitis. Putzen Sie Ihre Zähne zweimal täglich mit fluoridhaltiger Zahnpasta und verwenden Sie Zahnseide oder Interdentalbürsten, um Plaque und Speisereste zwischen den Zähnen zu entfernen.
  2. Professionelle Zahnreinigung: Lassen Sie Ihre Zähne regelmässig von einem Zahnarzt oder einer Dentalhygienikerin reinigen, um Plaque und Zahnstein zu entfernen.
  3. Rauchen aufgeben: Rauchen kann das Risiko für Gingivitis erhöhen. Wenn Sie rauchen, sollten Sie versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören oder zumindest das Rauchen zu reduzieren.
  4. Eine gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse kann dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken und das Risiko für Gingivitis zu reduzieren.
  5. Stress reduzieren: Stress kann das Immunsystem beeinträchtigen und das Risiko für Gingivitis erhöhen. Versuchen Sie, Stress abzubauen, indem Sie Yoga, Meditation oder andere Entspannungstechniken ausüben.
  6. Verwenden Sie antimikrobielle Mundspülungen: Antimikrobielle Mundspülungen können helfen, Bakterien im Mund zu reduzieren und das Risiko für Gingivitis zu verringern.
  7. Überprüfen Sie Ihre Medikamente: Einige Medikamente können das Risiko für Gingivitis erhöhen. Wenn Sie Medikamente einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Alternativen oder Lösungen.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass eine Gingivitis, die nicht von einem Zahnarzt behandelt wird, fortschreiten und zu Parodontitis führen kann, was ernsthaftere Komplikationen verursachen kann. Wenn Sie Anzeichen einer Gingivitis bemerken, sollten Sie daher einen Zahnarzt aufsuchen, um eine genaue Diagnose und Behandlung zu erhalten.

Wie kann Gingivitis geheilt werden?

Gingivitis, eine Zahnfleischentzündung, kann durch eine Verbesserung der Mundhygiene in den meisten Fällen geheilt werden. Hier sind einige Schritte, die Ihnen helfen können:

  1. Regelmässige Zahnreinigung: Regelmässiges Zähneputzen und Zahnseide ist wichtig, um Plaque und Bakterien von den Zähnen und dem Zahnfleischrand zu entfernen. Es wird empfohlen, zweimal täglich für mindestens zwei Minuten zu putzen und einmal täglich Zahnseide oder Interdentalbürsten zu verwenden.
  2. Professionelle Zahnreinigung: Ein Zahnarzt oder eine Dentalhygienikerin kann eine professionelle Zahnreinigung durchführen, um Plaque und Zahnstein von den Zähnen und unter dem Zahnfleischrand zu entfernen.
  3. Verwendung von Mundspülungen: Mundspülungen können helfen, Plaque und Bakterien zu reduzieren und das Zahnfleisch zu beruhigen. Es ist jedoch wichtig, Mundspülungen nur als Ergänzung zur täglichen Zahnreinigung zu verwenden.
  4. Gesunde Ernährung: Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse kann dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken und Entzündungen im Körper zu reduzieren.
  5. Rauchen aufgeben: Rauchen kann das Risiko von Zahnfleischerkrankungen erhöhen. Raucher sollten in Erwägung ziehen, das Rauchen aufzugeben oder zumindest zu reduzieren.
  6. Stressabbau: Stress kann das Immunsystem beeinträchtigen und Entzündungen im Körper verstärken. Stressabbau durch Entspannungstechniken wie Yoga oder Meditation kann helfen, Entzündungen zu reduzieren.

Wenn Zahnfleischentzündung nicht behandelt wird, kann sie sich zu einer schwerwiegenderen Zahnfleischerkrankung, der Parodontitis, entwickeln. Daher ist es wichtig, bei Anzeichen von Zahnfleischentzündungen einen Zahnarzt aufzusuchen, um eine angemessene Behandlung zu erhalten.

Fazit

Umso früher Sie diese Entzündung bemerken, desto besser und einfacher lässt sich diese behandeln. Die Erfolgschancen auf eine Heilung stehen immer gut. Ein wichtiger Faktor ist also Ihre eigene Mundhygiene, in der wir Sie jedoch unterstützen können. Falls Sie sich unsicher sind, dürfen Sie sich gerne bei uns melden oder einen Termin vereinbaren.

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